Ansicht

Nicht offener Realisierungswettbewerb

Wettbewerbsaufgabe

Ziel des Wettbewerbes ist die wirtschaftliche Realisierung von qualitätsvollem Wohnheimbau für rund 400 Studierende. Entsprechende Gemeinschaftsflächen und eine Kita mit 1-gruppigem Kindergarten und 2-gruppiger Kinderkrippe sollen integriert werden. Wettbewerbsgegenstand sind die Planung der Gebäude mit Fokus auf wirtschaftlichen Apartmentgrundrissen sowie die entsprechende Verkehrs- und Freianlagenplanung.

Preis

Am 08.03.2019 erhielten wir in Zusammenarbeit mit lab landschaftsarchitektur brenner, Landshut, vom Preisgericht den 3. Preis.

Lageplan

Auszug aus den Erläuterungen

„Der Entwurf des Studentenwohnheims wird entsprechend der städtebaulichen Entwicklung des Quartiers in klare Baukörper organisiert, die über einen gemeinsamen Sockel verbunden sind. Zugangsmöglichkeiten von allen Seiten verleihen der Anlage ein offenes und einladendes Erscheinungsbild. Ein Gartenhof schafft eine großzügige gemeinsame Mitte und verhindert über seine Tieflage eine öffentliche Querung.

Die Gestalt des Bauwerks wird durch sein gegliedertes Volumen geprägt. Als äußere Materialität wird eine hinterlüftete Konstruktion mit einer wetterfesten Holzverkleidung vorgeschlagen.“

Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll

„Auf dem Grundstück wird ein Gebäudeensemble als Carré platziert. Zur Umgebung treten dabei sehr maßstäbIich viergeschossige Gebäudeflügel in Erscheinung, die durch eine erdgeschosshohe Überdachung verbunden werden. Durch die windmühlenartige Anordnung der Hausquader zeigen sich diese zu den verschiedenen Seiten in gut verträglicher und differenzierter Länge. Gleichzeitig weisen die offenen Überdachungen auf die Zugänge zum Carré hin. Schlüssig ist die Anordnung der GemeinschaftsfIächen an diese Bereiche. Kontakte nach innen und außen sind hier gut vorstellbar.“

„Geschickt ist der Raumgewinn durch den Tiefhof zu bewerten: die Fünfgeschoßigkeit zeigt sich nur nach innen. Gleichzeitig ist das Gebäude mit zweigeschoßigem Sockel und aufgehender – teilweise zurückspringender – Dreigeschossigkeit so zoniert, dass auch hier eine angemessene Maßstäblichkeit erzielt wird. Der großzügig proportionierte Hof schafft eine bereichernde Freiraumqualität als Angebot für die Studierenden…“

„In den Obergeschoßen werden die Wohneinheiten effektiv zu übersichtlichen Nachbarschaften gruppiert. Elemente wie Lichthöfe, Loggien, Treppen schaffen Orientierungspunkte und attraktive Raumangebote für das studentische Wohnen.“

„Der elementierte Holztafelbau der Fassaden gibt dem Haus eine angenehm strukturierte ,,weiche“ (natürliche) Erscheinung (Ausstrahlung). Die konzeptionelle Klarheit des Beitrags wird vom Preisgericht gewürdigt.“

Wettbewerb 2019: 3. Preis

Auslober: Studentenwerk Erlangen-Nürnberg

Entwurf: ArGe mit lab landschaftsarchitektur brenner, Landshut

Mitarbeit: Luis Gutiérrez Sagüillo, Martina Sauerer

Diagramm