Neubau einer Wohnanlage für Studierende

Ansicht Nord West
Ansicht Süd Ost

Begrenzt offener, einstufiger Wettbewerb für Architektinnen und Architekten nach RPW 2008 mit vorgeschaltetem Auswahlverfahren nach VOF

Wettbewerbsaufgabe

Gegenstand des Wettbewerbes ist die Planung einer Wohnanlage für Studierende mit 200 Plätzen und einer Tiefgarage.

Preis

Am 24.10.2012 erhielten wir vom Preisgericht den 1. Preis.

Auszug aus den Erläuterungen

Das Studentenwohnheim prägt ein gegliedertes Erscheinungsbild, das einerseits eine klare Kante nach Süden bildet und sich andererseits über eine kleinteilige Kammstruktur mit dem zukünftigen Wohngebiet nach Norden vernetzt.

Die lebendige Gestaltung der Fassaden entfaltet ein ebenso eigenständiges wie auch prägnantes städtebauliches Bild und spiegelt die individuelle Nutzung seiner Bewohner.

Eine großzügige Erschließungszone, die Magistrale bildet das kommunikative Zentrum des Gebäudes. Vielfältige Aufenthaltsbereiche mit abwechslungsreichen Blickbeziehungen bieten Raum für Begegnung und Kommunikation der Studenten.

Die einbündige Erschließung über offene Laubengänge und Treppen minimiert den Anteil der Verkehrsflächen und ermöglicht eine beidseitige Belichtung und Querlüftung der Apartments.

Die innere Durchwegung verknüpft die Anlage mit der Umgebung. Introvertierte Hofräumen und offene Dachterrassen schaffen Freiräume mit unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten.

Die weitestgehende Südorientierung gewährleistet gleichwertige gut belichtete Wohnräume.

Eine Staffelung der Baukörper mit großzügigen Abständen untereinander und zur Straße bietet dabei größtmögliche Privatheit für die Bewohner.

Auszüge aus dem Preisgerichtsprotokoll

Die Anordnung der Studierendenwohnungen ist geprägt durch eine viergeschossige Zeile entlang der Ritter-von-Schoch-Straße und kurzen kammartigen Erweiterungen nach Nordwesten. Diese vier Erweiterungen staffeln sich höhenmäßig – beginnend im Westen von einer eingeschossigen Bebauung bis zu einer viergeschossigen Bebauung an der Nordostecke.

Auf diese Weise wird einerseits der städtebauliche Übergang zur künftigen Wohnbebauung im Nordwesten geschaffen, auf der anderen Seite eine Verschattung der Studierendenwohnungen selbst weit möglichst verhindert.

Außerdem entstehen auf diese Art und Weise gut belichtete und gut benutzbare Innenhöfe, die sich zur künftigen Wohnbebauung öffnen. Die gesamte Anlage ist durch einen Laubengang erschlossen, der entlang des Hauptbaukörpers als Aufenthaltszone ausgebildet ist. Die einzelnen „Zähne“ mit jeweils fünf Einzelapartments sind durch schmälere Laubengänge erschlossen. Der „Zahn“ im Nordosten ist zweibündig und enthält die Wohngruppe.

Alle Wohnungen sind mit einem Aufzug barrierefrei erreichbar. Die Gemeinschaftsräume sind sinnvoll angeordnet und gliedern die lange Fassade entlang der Ritter-von-Schoch-Straße. Attraktive Aufenthaltsqualität bieten auf den drei niedrigeren angeordneten „Zähnen“ die Dachterrassen.

Die Belichtung erfolgt durch raumhohe Fensterelemente. Trotz der schmalen Achsbreiten erreicht das Einzelapartment eine hohe Aufenthaltsqualität, bei gleichzeitig hoher Wirtschaftlichkeit. Der Nachteil einer überwiegend einhüftigen Erschließung kann somit teilweise ausgeglichen werden. Die Elementierung der Fassadengliederung überspielt die klare Grundstruktur des Gebäudes.

Grundriss EG

Wettbewerb 2012: 1. Preis

Auslober: Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz, Regensburg

Mitarbeit: Sally Alejos, Veronika Karl, Isabelle Weisleder

Ansicht Süd West
Ansicht Nord Ost
Skizze