Neubau Schule und Sporthalle

Perspektive

Nichtoffener Realisierungswettbewerb

Wettbewerbsaufgabe

Gegenstand des Wettbewerbes ist der Neubau einer 5-zügigen integrierten Sekundarschule (ISS) mit 3-zügiger gymnasialer Oberstufe, einer Dreifachsporthalle sowie erforderlicher Pausen- und Sportfreiflächen am Standort Wartiner Straße 1-3, 13057 Berlin-Lichtenberg.

Preis

Am 16.02.2017 erhielten wir vom Preisgericht den 2. Preis.

Architektonisches Konzept

Am östlichen Ende der Falkenberger Chaussee -im Übergang der großmaßstäblichen Bauvolumen Neu-Hohenschönhausen zur kleinteiligen und dörflichen Struktur des Ortsteils Falkenberg – bildet der neue fünfgeschossige Schulbau eine eigenständige Identität. In einem Baukörper werden alle Funktionen kompakt und kommunikativ untergebracht.

Mit dem Solitär im Grünen steht neben einem prägnanten Erscheinungsbild vor allem der Erhalt großzügiger und vielseitig nutzbarer Freiflächen im Vordergrund.

Eine horizontale Schichtung kennzeichnet das Erscheinungsbild und nimmt dem großen Volumen seine Massivität.

Leitidee der Innenräume ist die Schaffung einer lebendigen und identitätsstiftenden Lernlandschaft mit vielfältigen Orten und Ausprägungen. Die zentrale Halle mit einer großzügigen Sitztreppe bildet dabei das Herz Schule über das alle Bereiche verbunden sind.

Das offene Erdgeschoss ist durchlässig und verknüpft Ruhe-, Spiel- und Sportflächen. Die Auskragung des Gebäudes über das Erdgeschoss dient den Eingängen und dem Pausenhof als Wetterschutz.

Auszüge aus dem Preisgerichtsprotokoll

Den Entwerfern gelingt es, durch einen sehr kompakten würfelförmigen Solitär und eine abgerückte Sporthalle einen großen Freiflächenanteil zu sichern. Das kompakte Schulhaus und die im Osten angeordnete Sporthalle bilden großzügige und gut nutzbare Frei- und Pausenflächen, die den vorhandenen Baumbestand gut integrieren, in Teilbereichen aber noch recht chiffrenhaft erscheinen.

Der Schulkubus wird im Äußeren und Inneren auf unterschiedliche Weise prägnant und stark plastisch gegliedert: Umlaufende Balkone erhalten mit Beton- und Glasbrüstungsbändern in wechselnder Breite einen zeichenhaften Charakter, der durch helle, teils farbig hinterlegte Fassadenbereiche eine abweisende Strenge vermeidet.

Um einen zentralen Lichthof sichern terrassenartig zurückspringende Geschosse eine gute Belichtung bis in die zentrale Erdgeschossebene. Die trichterförmige Hofausbildung schafft im EG, aber auch noch im 1., 2. und 3. Obergeschoss viel Raum für größere und kleinere gemeinschaftliche Nutzungen, die konkreten Nutzerwünschen angepasst werden können.

Eine zirkuläre Erschließung um und über eine zentrale Sitzstufenanlage zwischen Erdgeschoss und 1. Obergeschoss sowie einläufige Treppen zwischen den höherliegenden Geschossen führen die Nutzer so, dass die komplexe Raumsituation gut erlebbar wird. Dabei gelingt es, die überwiegende Zahl der Funktionsräume nach außen zu orientieren und gut zu belichten.

Die Turnhalle kann wegen ihrer Freistellung funktional optimiert und kostengünstig errichtet werden.

Insgesamt überzeugt die Arbeit durch die Prägnanz des Gebäudevolumens und der Innenhoflösung, die zu einer erfreulichen Komplexität und räumlicher und gestalterischer Differenzierung führen.

Lageplan

Wettbewerb 2017: 2. Preis

Auslober: Land Berlin, Berlin, Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Berlin

Mitarbeit: Luis Gutiérrez Sagüillo

Fassadendetails
Längsschnitt