Neubau eines Schulkomplexes mit einer Grundschule, einer Mittelschule und einer wettkampftauglichen 3-fach Turnhalle auf dem Areal des Steinparks

Ansicht Süd
Ansicht Nord

Nichtoffener Realisierungswettbewerb gem. RPW 2013

Wettbewerbsaufgabe

Die Stadt Freising plant den Neubau eines Schulkomplexes mit einer Grundschule, einer Mittelschule und einer wettkampftauglichen 3-fach Turnhalle auf dem Areal des Steinparks. Es handelt sich um zwei voneinander pädagogisch und betrieblich unabhängige Schulen, die diverse Flächen wie Sporthalle, Außensportflächen, Pausenbereich, Aula und Eingang gemeinsam nutzen sollen. Nach derzeitigem Kenntnisstand können nicht alle benötigten Stellplätze oberirdisch untergebracht werden, somit ist eine Tiefgarage oder ein Parkdeck für den Schulkomplex zu planen.

Die 4-5 zügige Grundschule und die 4-zügige Mittelschulen mit M-Zug werden an die neuen pädagogischen Unterrichtskonzepte mit den Cluster-Strukturen der Fach- und Lehrräume angepasst. Außerdem werden die neuen Schulen die Bereiche „Ganztagesschule“ und „Inklusion“ abdecken.

In der Turnhalle ist nach aktuellem Planungsstand eine untergeordnete Tribünenanlage für schulinterne Veranstaltungen vorgesehen. Für das Wettbewerbsgebiet besteht ein rechtskräftiger Bebauungsplan. Der Bebauungsplan wird an die Ergebnisse des Wettbewerbes angepasst werden. Die Grünzüge außerhalb des Wettbewerbsgebietes in diesem Bebauungsplan dürfen dabei nicht verändert werden.

Preis

Am 10. März 2017 erhielten wir in ArGe mit Schegk Landschaftsarchitekten | Stadtplaner, Haimhausen vom Preisgericht einen 4. Preis.

Architektonisches Konzept

Der Entwurf übernimmt die städtebauliche Grundkonzeption der Rahmenplanung, die neuen Baukörper in klare, solitäre Gebäudevolumen zu organisieren und an der Weinmiller Straße eine urbane Raumkanten mit öffentlichen Nutzungen zu schaffen. Die beiden Schulen werden in zwei Baukörper mit gestaffelter Höhenentwicklung gegliedert und über einen Sockel mit den gemeinsamen Funktionen verbunden.

An der Weinmiller Straße markieren Schulbau und Sporthalle eine lebendige Raumkante, die eine regelmäßige Baumreihe als klares Gegenüber zum ehemaligen Stabsgebäude unterstützt.

Das Schulgebäude gliedert sich in zwei ringförmige Schulhäuser mit einer gemeinsamen Sockelzone. In den Obergeschossen bilden die Lerncluster abgeschlossenen Einheiten. Innenhöfe sorgen für eine beidseitige Belichtung, Übersichtlichkeit und ermöglichen darüber hinaus Sichtverbindungen und Interaktion über die Geschosse. Zwei breite Treppen verbinden die Lerncluster in den Obergeschossen mit der Eingangsebene.

In dieser – als großzügige und durchlässige Raumlandschaft inszeniert – befinden sich die Fachräume und gemeinschaftliche Flächen. Das Forum bildet darin den zentralen Knotenpunkt. Es ist Marktplatz, Kommunikationszentrum, Treffpunkt der Schulen und lässt sich für Veranstaltungen von den übrigen Bereichen abkoppeln.

Die Sporthalle als Versammlungsstätte ergänzt das öffentliche Angebot an der Weinmiller Straße für Vereinssport und Veranstaltungen. Der transparente Zuschauerbereich der Halle bietet Einblicke von allen Seiten und spiegelt die Nutzung über einen umlaufenden Zuschauerbereich nach außen.

Auszüge aus dem Preisgerichtsprotokoll

Die Verfasser schlagen in Ihrer Arbeit ein einfaches schlüssiges Konzept der gestellten Aufgabe vor. Die Schulen zeigen sich eigenständig und verbinden sich in den unteren Geschossen strukturell und inhaltlich. Ebenso wird durch die gemeinsame Materialität und Fassadengestaltung die Einheit hervorgehoben. Diese Haltung überzeugt und lässt trotz der Größe der gestellten Aufgabe eine gute Orientierung und Maßstäblichkeit erwarten.

Die Lage der Mensa unterhalb des Foyers ist im Zusammenspiel mit dem Freiraumbezug als positiv herauszuheben, auch wenn die Lage nach Norden eher zur Verschattung neigt. Auch die Lage des Ganztagbereichs mit direkter Anbindung zur Mensa aber auch zum Pausenhof ist hervorzuheben. Die Anlieferung der Küche über die Tiefgarage ist möglich. Die Lernbereiche der einzelnen Schulen sind gut gegliedert. Die Ausbildung der Lerncluster ist räumlich hervorragend gelöst.

Durch ihre Kompaktheit und Konzentration liegt die Arbeit wirtschaftlich im günstigen Bereich bei sehr hoher innenräumlicher Qualität.

Lageplan

Wettbewerb 2017: 4. Preis

Auslober: Stadt Freising, Freising

Entwurf / Planung: ArGe mit Schegk Landschaftsarchitekten | Stadtplaner, Haimhausen

Mitarbeit: Florian Natto, Luis Gutiérrez Sagüillo

Modell
Diagramm
Diagramm Nutzungen
Diagramm Erschließung