Neubau eines Dienstgebäudes für die Polizeiinspektion Augsburg-West und weitere Dienststellen der Landespolizei

Perspektive

Nichtoffener Realisierungswettbewerb nach RPW 2013

Wettbewerbsaufgabe

(Auszug aus der Auslobung)

„Der Freistaat Bayern beabsichtigt auf dem Gelände der ehemaligen Reese-Kaserne an der Bürgermeister-Ackermann-Straße im Stadtteil Kriegshaber den Neubau eines Dienstgebäudes der Polizeiinspektion Augsburg West und weiterer Dienststellen der Landespolizei (Polizeiinspektion Ergänzungsdienste Augsburg E-Züge, Verkehrspolizeiinspektion Augsburg, Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralen Aufgaben Schwaben Nord, Sonderkommission) zu errichten.“

Preis

Am 08.10.2019 erhielten wir vom Preisgericht den 3. Preis.

Schnitt

Auszüge aus dem Preisgerichtsprotokoll

„Der Entwurf verblüfft mit seinem vergleichsweise geringen Fußabdruck – auf etwas mehr als der Hälfte des Grundstücks ist mit einem quadratischen Baukörper das gesamte Raumprogramm abgebildet. Dabei sitzt das Gebäude städtebaulich richtig an der Straßenecke Bürgermeister-Ackermann-Straße / Reeseallee. Mit seinen 4 Geschossen bildet es einen maßstäblichen Auftakt zum Reese-Areal, ohne die umgebende Wohnbebauung zu dominieren.“

„Das klare Volumen mit seinem angenehm proportionierten Innenhof wird mit einem Sockelgeschoss und drei Obergeschossen in unterschiedlicher Fassadengestaltung belegt.“

„Die Zufahrt zum Polizeihof von der Reeseallee vom Osten wird positiv gesehen, ebenso die zahlreichen Stellplätze im Bereich des Hofes und die Zufahrt von dort in die Tiefgarage.“

„Der öffentliche Eingang von der Reeseallee mit direktem Anschluss an die Wache wird aus funktionalen Gründen begrüßt, die Flächen für die Wache sind jedoch zu gering bemessen.“

„Sehr schön gelöst ist dagegen die Erschließung der Geschosse mit den umlaufenden Fluren, die immer wieder Aufweitungen mit Ausblicken nach Außen oder zum Innenhof bieten. So entstehen angenehme und angemessene Begegnungsflächen für die Polizeibediensteten außerhalb der Büros.“

„Der Fensteranteil liegt in den Bürogeschossen im Bereich von 50%, ein außenliegender Sonnenschutz ist vorgesehen. Eine Bauteilaktivierung der Betondecken und die Installation der PV-Anlage tragen zusätzlich dazu bei, ein angenehmes Raumklima zu schaffen und ein energetisch sinnvolles Gebäude zu erstellen. Die Gebäudekennwerte liegen insgesamt im günstigen Bereich, so dass mit einer wirtschaftlichen Realisierung gerechnet werden kann.“

Lageplan

Architektonisches Konzept

Das Zentrum des Gebäudes bildet der ins Erdgeschoss integrierte Polizeihof. Er bietet Platz für 21 Einsatzfahrzeuge, die über kurze Wege direkt an die Dienststellen angebunden sind. Ein großkroniger Laubbaum prägt die Atmosphäre im Innenhof und ermöglicht auch für die inneren Räume einen „Blick ins Grüne“.
Die Fassade spiegelt Struktur und Funktionalität. Der Gebäudesockel erhält eine robuste Betonfassade und übernimmt mit seiner Farbigkeit die Signaletik der Polizei.
Die Bürobereiche der Obergeschosse kennzeichnet ein lebendiges Erscheinungsbild. Eine filigrane Struktur zusammen mit gläsernen und geschlossenen Flächen gliedert das Volumen gleichwertig in alle Richtungen nach Außen und bildet ein regelmäßiges Ausbauraster nach Innen. Brüstungen schaffen die erforderlichen Sicherheitsanforderungen.
Entsprechend der öffentlichen Funktion spiegeln die Fassaden damit, in angemessener Weise, Funktion und Ausdruck des Gebäudes und schaffen ein unverwechselbares Äußeres mit deutlicher Adressbildung.

Modell

Wettbewerb 2019: 3. Preis

Auslober: Freistaat Bayern vertreten durch Staatliches Bauamt Augsburg

Mitarbeit: Martina Sauerer

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