Erweiterung der Modernen Galerie des Saarland-Museums

Perspektive
Ansicht und Schnitt

Offener Internationaler Realisierungswettbewerb

Wettbewerbsaufgabe

Gegenstand des Wettbewerbs ist der Entwurf eines Gebäudes für den Neubau der Galerie der Gegenwart als Erweiterung des bestehenden Museumskomplexes der Modernen Galerie des Saarlandmuseums in Saarbrücken.

Preis

Im Juni 2008 wurde uns mit Beschluss vom 20.02.2017 der Vergabekammer des Saarlandes, der 1. Preis zuerkannt.

Erläuterungen

Der Neubau versteht sich als konsequente Weiterführung des bestehenden Landesmuseums. Ein kraftvoller Kubus ergänzt die Skulptur der aus Stein geschnittenen Volumen und übernimmt die wichtige Rolle eines signifikanten Eingangsbauwerks. Der Museumskomplex wird somit aus vielen Blickwinkeln erlebbar und insbesondere aus der Perspektive der Bismarckstraße zum prägenden Element der städtebaulichen Situation. Gemeinsame Struktur und Proportionen verbinden Alt und Neu zur Einheit. Unterschiedliche Texturen kontrastieren aber das gemeinsame Erscheinungsbild und schaffen eine ablesbare Bauentwicklung. Breite Öffnungen und Einschnitte verleihen dem Neubau einen offenen und einladenden Charakter und erlauben Einblicke von allen Seiten tief ins Gebäude. Das unmittelbare Anbauen an den Bestand ermöglicht ein zentrales Foyer, welches alle Museumsbereiche gleichwertig verknüpft. Die ringförmigen Ausstellungsräume auf zwei Ebenen schaffen einen Rundgang mit abwechslungsreichen Raumfolgen und vielfältigen Ausblicken auf die Stadtsilhouette.

Protokoll des Preisgerichts

Der Neubau versteht sich als konsequente Weiterführung des bestehenden Museums. Der Kubus übernimmt die wichtige Rolle eines signifikanten Eingangsbauwerkes. Insbesondere aus der Perspektive der Bismarckstraße wird er zum prägenden Element der städtebaulichen Situation.

Gemeinsame Struktur und Proportionen verbinden Alt und Neu zur Einheit. Unterschiedliche Texturen kontrastieren aber das gemeinsame Erscheinungsbild und schaffen eine ablesbare Bauentwicklung. Der Museumskomplex wird somit aus vielen Blickwinkeln erlebbar.

Die kompakte Form in Verbindung mit dem innen liegenden Versorgungs- und Erschließungskern führt zu sehr vernünftigen Kennziffern. Daraus ergeben sich auch einfache konstruktive Systeme, die sich wirtschaftlich einfach umsetzen lassen. Diese einfachen Erscheinungsmerkmale setzen sich im Fassadendetail fort und lassen erwarten, dass die Anforderung der Nachhaltigkeit des Gebäudes somit gegeben ist.

Das unmittelbare Anbauen an den Bestand ermöglicht ein zentrales Foyer, welches alle Museumsbereiche gleichwertig verknüpft, einschließlich des Restaurantbereichs. Die ringförmig angelegten Ausstellungsräume auf zwei Ebenen schaffen einen Rundgang mit abwechslungsreichen Raumfolgen und vielfältigen Ausblicken auf die Stadtsilhouette. Eine optimale Bespielbarkeit ist somit gegeben.

Der Kubus wird wohltuend durch Öffnungen, Vor- und Rücksprünge gegliedert. Der sparsame Umgang mit wenigen Materialien unterstreicht die hohe Qualität des Entwurfs.

Alt und Neu leben gleichberechtigt nebeneinander.

Präsentationsplan

Wettbewerb 2007: 1. Preis

Ausloberin: Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Mitarbeit: Carolin Ruckdeschel

Ansicht und Grundrisse
Innenperspektive
Innenperspektive