Umbau und Erweiterung der Trambahnbetriebe Einsteinstraße 28, München

Präsentationsplan 1

Einstufig begrenzt offener Realisierungswettbewerb gemäß RPW § 3 (2) mit vorgeschaltetem EU weit offenem Bewerbungsverfahren zur Ermittlung von 10 bis 15 Teilnehmern

Wettbewerbsaufgabe

Gegenstand des Wettbewerbs ist eine Konzeption für Sanierung, Umnutzung und Erweiterung der denkmalgeschützten ehemaligen Trambahnbetriebe, sowie dazu gehörige Freiflächenplanung, in München, Stadtbezirk Haidhausen, für ein Bildungszentrum der Münchner Volkshochschule. Schwerpunkt der Aufgabe ist dabei der Umgang mit Baudenkmälern im innerstädtischen Kontext unter Beachtung von energetischen, statischen und wirtschaftlichen Aspekten.

Preis

Am 16.12.2011 erhielten wir in ArGe mit Werner Franz, Landschaftsarchitekt, München, vom Preisgericht eine Anerkennung.

Auszug aus den Erläuterungen

Eine starke Gliederung der Bauvolumen prägt den Entwurf, der damit auf unterschiedliche Anforderungen der städtebaulichen Situation und seiner Funktionen reagiert. Kraftvolle Formen im Kontrast zu der historischen Substanz entwickeln äußere wie innere Bezüge und verleihen dem Bildungszentrum eine prägnante Gestalt.

Die bestehenden Gebäude bestimmen das Erscheinungsbild zur Einsteinstraße. In einer zweiten Schicht ergänzen organisch geformte Neubaukörper das historische Ensemble. Die Fuge zwischen den historischen Gebäuden markiert in einladender Geste den Zugang zum neuen Bildungszentrum.

Ein zurückgesetzter Kopfbau definiert die Kante zur Schloßstraße. Die bestehenden Blickbeziehungen bleiben erhalten, zusätzliche neue Blickachsen entstehen. Eine ruhige, einheitliche Gestaltung der Fassaden und ein transparentes Äußeres schaffen ein spannungsvolles Gegengewicht innerhalb der historischen Situation und formulieren einen Dialog aus Geschichte und Gegenwart, von „Alt“ und „Neu“.

Nach Süden gliedern die beiden Kopfbauten das große Volumen und schaffen eine Verzahnung mit den angrenzenden Außenräumen. Ein gemeinsamer Sockel verbindet alle Funktionen und erhält über das herausgeschobene Untergeschoss einen attraktiven Aufenthaltsbereich im Freien. Ein abgesenkter Gartenhof gewährleistet die natürliche Belichtung der Veranstaltungsräume im Untergeschoss.

Die innere Struktur der Anlage wird durch eine klare Ordnung der Funktionen und eine übersichtliche Wegeführung in die einzelnen Bereiche bestimmt. Zusammen mit der großzügigen Eingangshalle schaffen zwei zentrale Atrien helle, gut belichtete Erschließungszonen und verleihen dem Gebäude eine freundliche Atmosphäre.

Wettbewerb 2011: Anerkennung

Auslober: Stadtwerke München GmbH, München

Entwurf / Planung: ArGe mit Landschaftsarchitekt Werner Franz, München

Mitarbeit: Isabelle Weisleder

Präsentationsplan 2
Präsentationsplan 3
Präsentationsplan 4