Generalsanierung und Erweiterung

Modell

Nicht offener Realisierungswettbewerb nach RPW 2008

Wettbewerbsaufgabe

Das Lessing-Gymnasium muss wegen der stark steigenden Schülerzahlen um ca. 2500 qm Hauptnutzfläche erweitert werden mit Klassen-, Fach- und Verwaltungsräumen sowie Räume für die gebundene Ganztagesklassen. Zudem sollen im Zuge der Generalsanierung Fachbereiche der Schule zusammengelegt und neu organisiert werden. Dadurch werden im Bestand erhebliche Umbauten notwendig. Die bauliche Erweiterung soll im Passivhausstandard ausgeführt werden.

Preis

Am 08.05.2013 erhielten wir vom Preisgericht eine Anerkennung.

Auszug aus dem Konzept

Die bestehende bauliche Substanz wird im Wesentlichen erhalten, jedoch in ihrer Kubatur durch gezielte Eingriffe, Rückbauten und punktuelle Ergänzungen weitestgehend beruhigt. Die flach geneigten Dächer werden im Zuge der Sanierung rückgebaut und im Interesse eines klaren und stringenten Gesamterscheinungsbildes durch extensiv begrünte Flachdächer ersetzt. An die so bereinigten Bestandsgebäude schließt straßenseitig parallel zum Hauptgebäude der Neubauflügel an und schafft so durch die entstehende Mittelzone einen äußerst kompakten, flächenökonomisch organisierten Gesamtbaukörper und eine „Schule der kurzen Wege“.

Die Mittelzone wird durch Lichthöfe, Lichtbänder im Oberlichtbereich der Klassenraumwände und ein großzügiges Oberlicht natürlich belichtet.

Die kompakte Kubatur ermöglicht so trotz der Notwendigkeit, 60 PKW Stellplätze auf dem Grundstück unterzubringen, einen sparsamen Umgang mit den Flächenressourcen bei Erhalt des Hartplatzes und der Pausenhofflächen.

Auszüge aus dem Preisgerichtsprotokoll

Städtebau und Konzept:
Ein dreigeschossiger, langgestreckter Neubau an der Augsburger Straße formuliert eine klare Raumkante und schließt direkt an die Bestandsgebäude an. Die vorhandene bauliche Substanz wird im Wesentlichen erhalten und nur geringfügig verändert. Die flachgeneigten Dächer sollen im Zuge der Sanierung rückgebaut und durch extensiv begrünte Flachdächer ersetzt werden. Aufgrund der überzeugenden Verbindung von Alt und Neu entsteht eine gut belichtete Kommunikationszone für gemeinsame Nutzungen.

Insgesamt entsteht ein gestalterisch ansprechender Gebäudekomplex mit zeitgemäßer Anmutung.

Architektonische, gestalterische und räumliche Qualität:
Die auf das Wesentliche reduzierte Lösung mit hohem architektonischem Anspruch führt zu gestalterisch qualitätvollen Räumen. Die Mittelzone schafft interessante räumliche Situationen, die aber im Erdgeschoss Defizite aufweist. Der in der Auslobung formulierte Anspruch der „offenen Lernlandschaften“ wird nur teilweise erfüllt.

Wirtschaftlichkeit:
Aufgrund der vorgelegten Daten und des rationell konzipierten Raumgefüges ist eine in Herstellung und Betrieb wirtschaftliche Realisierung zu erwarten.

Wettbewerb 2013: Anerkennung

Auslober: Landkreis Neu-Ulm vertreten durch Landratsamt Neu-Ulm, Neu-Ulm