Neubau Institutsgebäude für die Fachbereiche Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaften

Modell

Einstufiger, begrenzt offener Realisierungswettbewerb in Form eines interdisziplinären Architekten- und Ingenieurwettbewerbs mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren

Wettbewerbsaufgabe

Im Rahmen des Wettbewerbs wurden für fünf verschiedene Objekte architektonische Lösungen gesucht, die sich, orientiert an der übergeordneten Vision eines Campus als Solitäre in einer Parklandschaft zu einem Ensemble zusammenfügen sollen: Das House of Finance, ein Institutsgebäude für die Fachbereiche Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaften, das Hörsaalgebäude und der Anbau Casino sowie ein gemeinsam von der Evangelischen und Katholischen Kirche getragenes Studierendenwohnheim. Gegenstand des Wettbewerbs war die Bauplanung für den 1. Bauabschnitt des neuen Campus Westend.

Die fünf Baufelder wurden getrennt prämiert

Preis

Im Dezember 2004 erhielten wir in ArGe mit pmp Architekten, München (Objektplanung Gebäude) und Ingenieurbüro Bauer, München (Planung Technische Gebäudeausrüstung) vom Preisgericht den 3. Preis für den Neubau eines Institutsgebäudes für die Fachbereiche Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaften.

Auszug aus den Erläuterungen

Der Gebäudekomplex der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften gliedert sich in eine verbindende Sockelzone mit großflächigen Sondernutzungen und darauf aufgesetzte Aufbauten mit büroähnlichen Grundrisstiefen.

Eine durchlaufende Foyerzone im Erdgeschoss erschließt Seminar- und Bibliotheksbereich und verbindet gleichzeitig die einzelnen Erschließungskerne der in den Obergeschossen angeordneten Grundeinheiten.

Die Grundrissstruktur dieser Grundeinheiten erlaubt eine hohe Nutzungsflexibilität, auch im Hinblick auf künftige Anforderungen. Durch die hofartige Gebäudestruktur werden je Geschoss zwei Einheiten zu einer gemeinsamen Nutzungsebene verbunden, die auch einen Flächenaustausch der Einheiten untereinander erlaubt. Schnittstelle der Nutzungen ist die gemeinsam nutzbare Lobby, dem Kommunikationsknoten jedes Geschosses.

Zentrale Erschließungs- und Entsorgungskerne minimieren erforderliche Verkehrs- und Nebennutzflächen. Gleichzeitig gewährleisten sie die völlig separate Erschließbarkeit jeder Grundeinheit.

Im Sockelbereich optimieren eingeschnittene Lichthöfe die Orientierung sowie die Belichtung von Leseplätzen und Stellflächen der Bibliothek durch Tageslicht. Eine spätere Umnutzung von Stellflächen zu weiteren Arbeitszonen- bzw. Leseflächen ist aufgrund der offenen und tageslichtorientierten Grundrissstruktur in optimaler Weise gewährleistet.

Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll:

Die differenzierten Baukörper mit ihren klaren und sachlichen Fassaden gliedern sich in einen großflächigen zweigeschossigen Bibliotheksbereich und drei aufgesetzte Institutsgebäude über drei Ebenen. Die großzügige Magistrale mit gut gelegenem Haupteingang und zusätzlichem Nordzugang erschließt das gesamte Gebäude gut. Diese lineare Achse kann Klarheit schaffen und Kommunikation fördern.

Die Bibliothek hat innen liegende Höfe und eine angenehme Aussicht in den Park. Sie bietet damit gute Lichtverhältnisse und eine angenehme Raumatmosphäre. Die drei Baukörper für die Institute sind gut erschlossen, allerdings ist dadurch die Flexibilität eingeschränkt.

Wettbewerb 2004: 3. Preis 

Auslober: Land Hessen

Entwurf: ArGe mit pmp Architekten, München

Mitarbeit: Carolin Ruckdeschel

Technische Gebäudeausrüstung: Ingenieurbüro Bauer, München

Präsentationsplan
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Perspektive