Neubau eines Bibiothekszentrum für die drei Bozener Bibliotheken auf dem Areal einer ehemaligen Schule

Visualisierung

Die Autonome Provinz Bozen, Abteilung 11 für Hochbau und technische Dienste, mit Sitz in Bozen, hat am 26.09.2003 einen offenen und anonymen Planungswettbewerb mit Einschreibung für die Realisierung des Bibliothekenzentrums Bozen ausgelobt.

Es haben sich 300 Teilnehmer eingeschrieben, eingereicht wurden 200 Wettbewerbsbeiträge. Das Preisgericht hat sich für fünf 2. Preise und fünf Anerkennungen entschieden.

Die Landesverwaltung hat zur Ermittlung des Siegerprojektes eine 2. Phase des Wettbewerbs ausgeschrieben.

Wettbewerbsaufgabe

Die 3 Bibliotheken (Landesbibliothek „Dr. F. Tessmann“, Landesbibliothek „Claudia Augusta“ und Stadtbibliothek „Cesare Battisti“) benötigen mehr Raum und sollen in einer gemeinsamen Struktur zusammengefasst werden. Als Standort für die neue Einrichtung wird das Areal der Pascoli- und Longon-Schule ausgewählt, weil es in Bezug auf die verschiedenen Oberschulen sehr zentral gelegen und deshalb gut erreichbar ist.

Die Wettbewerbsaufgabe besteht darin, ein angemessenes Gebäude für folgende Nutzungen entwerfen:

  • zentrale wissenschaftliche Universalbibliothek für Südtirol
  • Mittelpunktsbibliothek für die deutschen und italienischen Bibliotheken in den Gemeinden im Einzugsgebiet von Bozen
  • Bibliothek für die Bevölkerung der Stadt Bozen
  • Bildungs- und Kulturzentrum
  • Treffpunkt in der Stadt

Die drei Bibliotheken werden weiterhin autonome Einrichtungen bleiben, sich nach außen hin aber mit einer möglichst einheitlichen Benutzeroberfläche präsentieren. Es werden jährlich rund 400.000 Besucher erwartet.

 Preis

Am 27.05.2004 wurde uns in der 1. Phase des Wettbewerbes ein 2. Preis zuerkannt.

Nach der Auslobung der 2. Phase des Wettbewerbes im März 2006 wurden wir zur Überarbeitung unseres Wettbewerbsbeitrages eingeladen. Hier erhielten wir am 12.07.2006 eine Spesenvergütung.

Zusammenfassung der Erläuterungen

Der Entwurf befasst sich intensiv mit der städtebaulichen Struktur und dem Gebäudebestand. Dem bestehenden Gebäudeflügel wird ein neuer Gebäudewinkel gegenüber gesetzt, so dass eine gemeinsame Mitte entsteht, die ein langgezogener Verbindungsbau einnimmt.

Die Lesebereiche sowie die öffentlichen und kommunikativen Funktionen sind hauptsächlich in dem gut erreichbaren Mitteltrakt zu finden. Der Bestandsflügel nimmt die Verwaltungsflächen auf, während die Regale der Bibliothek im Neubauflügel angeordnet sind. Die glasbedachten Fugen zwischen den Baukörpern nehmen Verbindungsstege auf, die eine vielfältige Interaktion zwischen den unterschiedlichen Zonen ermöglichen.

Die Haupterschließung des Gebäudes erfolgt über einen großzügigen Vorplatz im Osten, an der Nahtstelle zwischen Bestand und Neubau.

Aus dem Protokoll der Bewerbungskommission (1. Phase)

Dieses Projekt findet im Umgang mit dem Altbestand die beste Lösung. Das alte Gebäude wird gut mit Funktionen neu besetzt, wenn auch die Gebäudestruktur den Nachteil von langen Wegen und schmalen Räumen mit sich bringt.

Visualisierung

Wettbewerb 2004: 2. Preis

2. Phase / Überarbeitung 2006: 2. Preis

Ausloberin: Autonome Provinz Bozen, Südtirol

Mitarbeit: Carolin Ruckdeschel

Modell
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