Neubau Erlebniszentrum Biodiversität

Perspektive

Nichtoffener Realisierungswettbewerb Bauwerksplanung und Freianlagenplanung nach RPW 2013

Wettbewerbsaufgabe

Die besondere Lage des geplanten Erlebniszentrums artenoah kann als exponiert bezeichnet werden und beschreibt eine „abgeschieden-ländliche Situation“. Wesentliche Aufgabe des Wettbewerbs besteht daher darin, die Topografie des Wagnersberg, einer leicht gewölbten Anhöhe mit Panoramablick, so zu akzentuieren, dass einerseits der Anspruch, ein Weltthema zu inszenieren, eingelöst wird und andererseits eine angemessene Einbindung in die Landschaft und örtliche Situation des Ortsteils Neuhausen erreicht werden kann.

Es wird erwartet, dass ergänzend zum Ausstellungsangebot sowohl die Architektur selbst als auch der umgebende Freiraum ein Erlebnis für den Besucher darstellen. Deshalb wird auf das Herausarbeiten der Innen- und Außenbeziehungen im Raumprogramm der artenoah größter Wert gelegt. Das virtuelle Innenerlebnis korrespondiert mit den realen Freiräumen um das Gebäude mit Außengastronomie und mit dem erweiterten Umfeld der Gebietsenklave des Wagnersbergs.

Preis

Am 19.05.2017 erhielten wir in ArGe mit Schegk Landschaftsarchitekten | Stadtplaner, Haimhausen, vom Preisgericht eine Anerkennung.

Architektonisches Konzept

Wirkung: Der neue Ausstellungsbau präsentiert sich im Landschaftsraum des Wagnersberg als weithin sichtbarer Solitär. Markant ruht das Haus innerhalb einer großen „Lichtung“ und prägt mit seiner klaren Gestalt das Erlebniszentrum „artenoah“.

Eine transparente Fuge löst den kraftvollen Rundbau vom Gelände und verleiht dem Gebäude einen schwebenden Charakter. Der schwungvolle Geländeverlauf im Dialog mit den Kanten des Gebäudes steigert diese Wirkung und schafft einen spannungsvollen Wechsel von Proportionen und Maßstäben.

Dynamik: Die dynamische Form des hölzernen Ausstellungsrings schafft aus allen Blickwinkeln ein differenziertes Erscheinungsbild und weckt zusammen mit seiner Materialität vielfältige Assoziationen. Im Inneren entsteht eine zusammenhängende Ausstellungsfläche mit abwechslungsreichen Raumeindrücken. In die Außenhülle eingeschnittene Panoramafenster schaffen inszenierte Ausblicke auf die Themengärten und den Landschaftsraum.

Innenhof: Eine überdachte Gartenhalle kennzeichnet das „grüne Herz“ des Hauses und bietet als multifunktionaler Introraum ein großzügiges Raumangebot für das Kaleidoskop, Veranstaltungen und weiterführende Ausstellungen.

Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll

Der Entwurf bildet eine sehr prägnante Landmarke ab. Die reduzierte Form baut durch die leichte Verschiebung der senkrechten zu einer schiefen Struktur eine Spannung auf, die das Interesse des Betrachters weckt.

Zentrales Element in diesem Entwurf stellt das grüne Herz dar, das die Natur ins Zentrum dieses Gebäudes holt und in Szene setzt. Darin eingeschrieben befindet sich als Kontrapunkt der Kunstraum des Kaleidoskops.

Das grüne Zentrum ist ganzjährlich erlebbar und steht im Kontrast zur über die Jahreszeiten veränderlichen Natur im Außenraum. Ebene 2 bietet hohe Flexibilität für die Inszenierung der Ausstellungsinhalte.

Lageplan

Wettbewerb 2017: Anerkennung

Ausloberin: Stadt Rehau

Entwurf / Planung: ArGe mit Schegk Landschaftsarchitekten | Stadtplaner

Mitarbeit: Luis Gutiérrez Sagüillo

Isometrie