Generalsanierung, Umbau und Erweiterung

Erweiterungsneubau mit Bestandsgebäude

Bestandsgebäude

Das Ensemble des bestehenden Illertal-Gymnasiums wird über ein gegliedertes Erscheinungsbild unterschiedlicher Baukörper bestimmt und eine gemeinsame, kräftige Farbgebung akzentuiert.

Der zu sanierende Hauptbau kennzeichnet dabei eine windradähnliche Geometrie aus drei gestaffelten Gebäudetrakten.

Eine zentrale Halle mit einer großzügigen Treppe bildet das zentrale Gelenk der Baustruktur und übernimmt in Verbindung mit der Pausenhalle die wesentliche Verteilerfunktion im Gebäude.

Aufenthaltsflächen sind aufgrund späterer Umbauten knapp bemessen. Eine behindertengerechte Erschließung ist durch unterschiedliche Ebenen und einen fehlenden Aufzug nicht gegeben.

Erweiterung

Die erforderliche Erweiterung strebt als Weiterentwicklung der bestehenden Baustruktur eine funktionale wie formale Einheit an.
Ein zweigeschossiger Baukörper ergänzt als vierter Flügel das „Windrad“ des bestehenden Schulbaus nach Norden. Gebäudehöhen und Fassadenproportionen werden übernommen und weiterentwickelt.

Erweiterungsneubau im Passivhausstandard

Erscheinungsbild

Die Sanierung der bestehenden Fassaden versucht weitestgehend das ursprüngliche Erscheinungsbild zu erhalten. Die Erweiterung orientiert sich am Bestand. Materialität und Farbigkeit werden übernommen und schaffen ein gemeinsames Erscheinungsbild.

Ein Wechselspiel der kleinteiligen Fassadenplatten des Bestandes im Kontrast zu einer großformatigen Verkleidung im Neubau schafft einen Dialog von Alt und Neu und ermöglicht die Ablesbarkeit der Baugeschichte.

Bestandsgebäude

Passivhausstandard

Auszug aus einem Schreiben des Landrates Thorsten Freudenberger vom 07.07.2014 zum Projekt:

“Die Erweiterung und Generalsanierung des Illertal-Gymnasiums in Vöhringen-Illerzell ist ein weiterer Baustein im Konzept des Landkreises, optimale Voraussetzungen für Bildung und Erziehung zu schaffen. Gleichzeitig soll weiterhin auf Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Energiesparen gesetzt werden.

Deshalb wird der Erweiterungsbau des Illertal-Gymnasiums im Passivhausstandard verwirklicht und die zu sanierenden Bereiche werden in Anlehnung an das Passivhauskonzept überarbeitet. Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung 2013 werden damit weit übertroffen.”

Wir freuen uns mit dem Landkreis Neu-Ulm, der u.a. für die Sanierung und Erweiterung des Illertal-Gymnasiums in Vöhringen mit dem European Energy Award (Europäischer Energiepreis) für vorbildlichen Klimaschutz ausgezeichnet worden ist.

>Hier geht es zum Bericht in der Augsburger Allgemeinen

Bestandsgebäude

Generalsanierung, Umbau und Erweiterung eines Gymnasiums aus den 70er Jahren bei laufendem Schulbetrieb, Erweiterung und Sanierung im Passivhausstandard in zwei Bauabschnitten

2013-2017

VOF-Verfahren 2013

Auftraggeber: Landkreis Neu-Ulm, Hochbau und technisches Gebäudemanagement

Projektleitung: Clemens Rudloff

Mitarbeit: Lisa Dehoust, Luis Gutiérrez Sagüillo, Marina Karova, Alexandra Löchelt, Cornelia Oswald, Barbara Thölking

Fotos: Martin Duckek, Ulm

BGF Bestand: 7.221 m²
BGF Erweiterung: 1.772 m²
BGF Containeranlage: 883,90 m²
BRI Bestand: 31.342,87 m²
BRI Erweiterung: 6.965,65 m³
BRI Containeranlage: 2.511,49

Neubau im Passivhausstandard
Klassenzimmer
Signaletik Flur Ostbau
Lounge