Neubau Kanzleigebäude

Perspektive Deutsche Botschaft, Belgrad
Ansicht zur Straße

Der Neubau des Kanzleigebäudes der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland präsentiert sich als ein klar und ruhig ausgestalteter Baukörper, der mit seiner geometrischen Linienführung die städtebauliche Grundhaltung und Harmonie der Umgebung übernimmt und weiterführt. Die Fassaden aus hellem, fast weißem, handwerklich in Serbien bearbeitetem Naturstein(z.B. Beli Venčac) stellen dabei eine ausdrucksvolle Verbindung Serbiens und seiner „Weißen Stadt“ („Beo Grad“) zur Botschaft der Bundesrepublik Deutschland und damit deren Menschen, Landschaft und Kultur dar.

Als Pendant seiner harmonisch ausgeglichenen Fassadengestaltung formulieren belebte und begrünte Innenhöfe und Terrassen abwechslungsreiche Raumfolgen und reizvolle Ansichten und Ausblicke innerhalb des Botschaftsgebäudes.

Besucher betreten die Kanzlei über den erdgeschossigen Empfangsbereich. Nach der Hektik der Straße bildet das Foyer im EG mit seiner gedämpften Atmosphäre und “gefiltertem” Licht eine kontemplative Empfangssituation. Ein Spiel aus Licht und Schatten über hohe Fensterschlitze charakterisiert dabei den Raum.

Das Foyer im ersten Obergeschoss bildet das „Herz“ des Gebäudes. Großzügige Glasflächen erweitern den Raum mit fließenden Übergängen auf die anschließenden Dachterrassen und schaffen dadurch viele abwechslungsreiche Blickbeziehungen und Erweiterungsmöglichkeiten des Raumes.

Zusätzlich wird durch die im 1.OG an dem Innenhof angeordneten Besprechungsräume bei Bedarf die Verfügbarkeit weiterer Veranstaltungsflächen angeboten. Durch die mobile Trennwand zwischen den Besprechungsräumen kann flexibel auf den Bedarf reagiert werden.

Nordwestlich des Foyers ist der Übergang auf die Botschaftsterrasse fließend. Von hier aus öffnet sich der Blick über die Stadt Richtung Sava, sowie in den nördlich anschließenden Botschaftsgarten Myanmars.

Südöstlich ergänzt der introvertierte Innenhof die Veranstaltungsfläche und bietet ein zusätzliches Raumangebot für unterschiedliche Aktivitäten. Die nach Süden offene Terrassenfläche wird durch eine Sonnenlicht und Einblick der Nachbarn filternde bauliche Struktur gefasst. Additionale Bepflanzungen begünstigen das Klima im Innenhof und schaffen einen jahreszeitlich wechselnden Charakter.

Wettbewerbsmodell

2014-2019

Wettbewerb 2009, 1. Preis

Auftraggeberin: Bundesrepublik Deutschland vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Berlin/Bonn

Generalplaner: karlundp

Projektleitung: Almut Bodmann

Mitarbeit: María Judith Delgado Hernández, Larissa Ellrodt, Eva Faulhaber, Sebastian Lerch, Florian Natto, Benjamin Neumeier

Visualisierung: Luis Gutiérrez Sagüillo

BGF: 5.054,25 m²
BRI: 20.005,70 m³

Ansicht Nord-West
Ansicht Nord-Ost
Ansicht Süd-Ost