Um- und Ausbau des Sauerlandmuseums

Präsentationsplan 1

Begrenzter Wettbewerb nach VOF und RAW 2004

Wettbewerbsaufgabe

Der Wettbewerb zur Entwicklung des Sauerland-Museums zu einem Museums- und Kulturforum Südwestfalens umfasst die Erweiterung des Gebäudekomplexes Landsberger Hof um einen multifunktionalen Veranstaltungs- und Ausstellungsbereich, die hochwertige
Gestaltung der Freianlagen, die bauliche und inhaltliche Modernisierung des Sauerland-Museums im Haupthaus des Landsberger Hofes sowie die Schaffung eines musealen Themenschwerpunktes „Fotografie“ im Südflügel.

Markantester Baustein des Gesamtkonzepts ist die geplante bauliche Erweiterung des Gebäudeensembles des Landsberger Hofes durch einen modernen, multifunktionalen Erweiterungsbau unterhalb des Landsberger Hofes.

Preis

Am 03.02.2012 erhielten wir in ArGe mit Landschaftsarchitekt Werner Franz, München, und Ingenieurbüro Többen, München, vom Preisgericht eine Anerkennung.

Auszug aus den Erläuterungen

Der weithin sichtbare Landsberger Hof entfaltet innerhalb der historischen Stadtsilhouette Alt Arnsbergs eine besondere Strahlkraft und setzt ein Zeichen für die überregionale Bedeutung des Museums- und Kulturforums.
Respektvoll situiert sich der Erweiterungsbau am Fuß der Hangkante. Die Englische Promenade bleibt in ihrem Verlauf erhalten. Der neue Museumsraum tritt durch seine Oberlichter, die den Hang durchdringen, in Erscheinung.

Durch den Abbruch vorhandenen Bauten an der Ruhrstraße wird der Blick zum Landsberger Hof freigegeben und die historische Stadtsilhouette wiederhergestellt. In diesem Verständnis schiebt sich der Erweiterungsbau unprätentiös unter die Hangkante.
Eine Wand aus behauenem Bruchstein schließt an die vorhandene Böschungsmauer an. Sie orientiert sich an der Typologie der Natursteinmauern, die vielerorts in der Umgebung auftreten.

Der gewellte Verlauf und der Lichtschimmer, der bei Dunkelheit durch die offenen Fugen nach außen dringt, verweisen auf die Besonderheit des Orts.

Die klare, rechteckige Form der Ausstellungsfläche bietet eine multifunktionale Nutzung und ermöglicht unterschiedlichste Ausstellungsszenarien.

Der introvertierte Raum wird über Oberlichter belichtet, deren variierende Höhen den Besucher in subtiler Weise den ansteigenden Hang über dem Gebäude spüren lassen und Ausblicke erlauben. Den Abschluss zur Ruhrstraße bildet eine transluzente Natursteinwand die eine unverwechselbare Atmosphäre schafft.

Eine neue, spiralförmige Treppe verbindet alle öffentlichen Ebenen des Museums. Die Lage im bestehenden Seitenturm schafft zusätzliche Ausstellungsflächen im Altbau, erhält die Gewölbe im Kellergeschoss und ermöglicht eine direkte Anbindung des Neubaus an das Hauptgebäude.

Wettbewerb 2012: Anerkennung

Auslober: Hochsauerlandkreis, Meschede

Entwurf / Planung: ArGe mit Landschaftsarchitekt Werner Franz, München

Mitarbeit: Isabelle Weisleder

Fachplaner Technische Ausrüstung: Ingenieurbüro Többen, München

Präsentationsplan 2
Präsentationsplan 3