Neubau einer Justizvollzugsanstalt

Modell

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren

Wettbewerbsaufgabe

Gegenstand des Wettbewerbs ist der Neubau der Justizvollzugsanstalt Düppel in Berlin-Zehlendorf. Es ist eine Bebauung für 240 Haftplätze und einer HNF von ca. 5350 qm zu entwickeln, wobei die städtebauliche Situation sowie die erforderlichen Freiflächen in der Planung zu berücksichtigen sind.

Preis

Im Juni 2005 erhielten wir vom Preisgericht einen Ankauf.

Auszug aus den Erläuterungen

Im Mittelpunkt des Entwurfes stehen die Bedürfnisse der Menschen, die über einen beträchtlichen Zeitraum hier leben und arbeiten. Dem entspricht eine Architektur, die trotz aller funktionalen und vollzuglichen Anforderungen, einen Ort schafft, in dem man sich wohlfühlt.

Den Entwurf prägt eine starke Gliederung der Bauvolumen – gleichsam einem sich in verschiedene Richtungen ausdehnenden Organismus, der damit auf die unterschiedlichen Anforderungen an seine Funktion und Gestalt reagiert.

Auszüge aus dem Preisgerichtsprotokoll

Der Entwurf besticht durch eine klare Zonierung des Grundstücks, welche durch die geschickte Stellung der Baukörper erreicht wird. Die starke Gesamtwirkung wird wesentlich durch den dreigeschossigen Wohnbereich und den dreigeschossigen Empfangs-, Verwaltungs- und Werkstattbereich beeinflusst. Beide Gebäude sind mit klaren kubischen Formen als Soltär in die Gartenlandschaft komponiert. Vorplatz, Obstgarten, Sportanlagen und Wirtschaftshof verbinden die JVA mit dem landschaftlich geprägten städtischen Umfeld. Die Empfangs- und Gemeinschaftsflächen sind funktional gut gelöst.

Die Raumsequenzen sind stringent an funktionalen Kriterien ausgerichtet, die eine differenzierte Wechselwirkung zwischen Freiraum und Gebäude im Sinne der Entwurfsidee beschränken.

Das Entwurfskonzept ist im Rahmen des vorgegebenen Budgetrahmens realisierbar und lässt eine auch langfristig kostengünstige Bewirtschaftung erwarten.

Ansicht

Wettbewerb 2005: Ankauf

Ausloberin: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Berlin

Mitarbeit: Dipl.-Ing. Architektin Carolin Ruckdeschel

Grundriss