Perspektive

Nichtoffener Realisierungswettbewerb für Generalplaner gem. RPW 2013

Wettbewerbsaufgabe

Vergabegegenstand ist die Generalplanung für den Neubau einer Rohrnetzbetriebsstelle und einer Sicherheitszentrale für die Berliner Wasserbetriebe auf der Liegenschaft entlang der Motardstraße in Berlin-Spandau.

Preis

Am 05.12.2016 erhielten wir in ArGe mit Ingenieurteam Bergmeister GmbH, Vahrn, Italien und Topos Stadtplanung Landschaftsplanung Stadtforschung, Berlin in diesem Generalplanerwettbewerb vom Preisgericht den 4. Preis.

Städtebau und Architektur

Klare und scharf geschnittene Volumen kennzeichnen das neue Betriebsgebäude. Ein langgestreckter eingeschossiger Funktionsbau bildet den Sockel des Gebäudes. Er bildet zusammen mit einem neuen Lagergebäude und Stellplatzflächen für LKWs als zweiter Bauabschnitt einen zentralen Betriebshof. Der Bürobereich für Mitarbeiter und Kunden definiert als Hochpunkt des gesamten Areals eine signifikante Adresse. Er ist aus vielen Blickwinkeln, innerhalb wie außerhalb des Betriebsgeländes wahrnehmbar. Der Haupteingang für Kunden wie Mitarbeiter orientiert sich über einen kleinen Vorplatz nach Süden und erhält ein Wasserbecken als Gegenüber. Der Parkplatz für Mitarbeiter liegt außerhalb des Blickfeldes und wird über Trittstufen im Wasser erreicht.

Das bestehende Betriebsstofflager eignet sich nur bedingt für eine Überbauung. Aus wirtschaftlichen Erwägungen werden deshalb ein Teilabbruch des Kellers und eine Anordnung der erforderlichen Funktionen als Anbau vorgeschlagen.

Die erhaltenen Flächen des ehemaligen Betriebsstofflagers werden in Lager- und Technikflächen umgebaut. Dazu erfolgt ein Ausbau der offenen Fläche über einen mittigen Erschließungsflur, der einen neuen Zugang von Westen mit einem Lastenaufzug erhält. Ein gemeinsamer Eingang von Süden erschließt die Sicherheitszentrale und die Räume des LSW-Testfelds, die jeweils eigenständige Funktionseinheiten bilden. Die Erweiterung des Laborgebäudes erfolgt im Obergeschoß mit einer Verbindungsbrücke zum Bestand.

Auszüge aus dem Preisgerichtsprotokoll

Die Verfasser schlagen für das Betriebsgebäude einen sechsgeschossigen Hochpunkt vor, welcher im öffentlichen Stadtraum wirksam wird und eine eindeutige Anlaufstelle für die Kunden darstellt.

Der Entwurf zeichnet sich durch eine kompakte Bauweise aus und garantiert kurze interne Wege.

Die vorgeschlagenen Fassaden für beide Gebäude mit Ziegelvormauerwerk und Fensterbändern sind unkompliziert realisierbar und nutzungstechnisch optimal.

Positiv wird beurteilt, dass Anmutung und Erscheinung der Neubauten selbstverständlich dem industriellen Charakter der umgebenden Bebauung entsprechen.

Der Entwurf bezieht seine hauptsächlichen Qualitäten aus dem städtebaulichen Ansatz der gut proportierten Volumen mit Hochpunkt und Flachbauten.

Lageplan

Wettbewerb 2016: 4. Preis

Auslober: Berliner Wasserbetriebe, Berlin

Entwurf / Planung: ArGe mit Ingenieurteam Bergmeister GmbH, Vahrn, Italien (TGA-Fachplaner und Tragwerksplaner) und TOPOS Stadtplanung Landschaftsplanung Stadtforschung, Berlin (Landschafts- / Umweltplaner)

Mitarbeit: Luis Gutiérrez Sagüillo

Städtebauliche Wirkung
Längsschnitt
Städtebauliche Konzeption