karlundp, München

Fuß- und Radwegebrücke Ackermannbogen
2003-2004
Ackermannstraße, München

Unser Entwurf konnte sich in einem Wettbewerb gegen 109 weitere eingereichte Arbeiten durchsetzen. Die Entwurfsidee entwickelt sich aus dem formalen Kanon des Olympiageländes heraus. Vorbild ist die einfache Einbindung der bestehenden Brücken in die Landschaft. Die neue Brücke ist als Weiterführung des organisch geschwungenen Wegs im Olympiapark gedacht. Sanft löst sie sich von der Hügellandschaft des Parks und schwingt nach dem Überqueren der Straße ins Wohngebiet aus.

Form und Material orientieren sich an den im Park vorgefundenen Brücken. Als Referenz an technische Weiterentwicklung und Baugeschichte erhielt die Brücke jedoch eine deutlich dünnere Platte und eine transparentere Umwehrung als ihre Vorbilder.

Ein auf der Parkseite aufgeschütteter Hügel hilft, einen fast unmerklichen Übergang vom Weg zur Brücke zu schaffen. Von dieser Aufschüttung hebt die Brücke in leichter Steigung ab und senkt sich nach 130 Metern Wegstrecke auf eine Rampe im Stadtwald des Ackermannbogens. Durch diese geringen Steigungen wird nicht nur die formale Absicht betont, auch wird Rollstuhlfahrern, Radfahrern und Kinderwagen die Nutzung der Brücke erleichtert.

Um eine möglichst leicht wirkende, schlanke Platte zu erreichen, wurde für den Überbau der Stahlbetonbrücke ein besonders entwickelter Hochleistungsbeton gewählt. Dadurch konnte die Querschnittshöhe des Überbaus auf 45 Zentimeter im Mittel minimiert werden. Durch die Verwendung von Weißzement für die Rampen und Stützen wird zwischen der Platte des naturgemäß dunkleren Hochleistungsbetons und den hellen Unterbauten ein bewusster Kontrast geschaffen, der die Idee des „schwebenden“ Weges zusätzlich unterstreicht.

Eine am Fußpunkt eingespannte Glasbrüstung mit einem durchgehenden Handlauf bildet das Geländer der Ackermannbrücke. Innenliegende, im Siebdruckverfahren aufgebrachte Streifen dienen als Vogelschutz.

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