karlundp, München

Tiroler Straße, Nürnberg
Wettbewerb 2016, Anerkennung

Am 05.02.2016 erhielten Karl + Probst in Arbeitsgemeinschaft mit Landschaftsarchitekt Werner Franz eine Anerkennung für ihren Beitrag beim städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb mit Realisierungsteil „Tiroler Straße“ in Nürnberg.

Es wurden insgesamt 3 Preise vergeben, zwei 2. Preise und eine Anerkennung.

Die Wettbewerbsaufgabe umfasste im Realisierungsteil die Planung des Neubau der Schule für „Muschelkinder“ mit heilpädagogischen Stütz- und Förderklassen für Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung und den gemeinsamen Neubau einer Fachakademie für
Sozialpädagogik und einer Fachakademie für Heilpädagogik. Der städtebauliche und landschaftsplanerische Teil befasste sich mit einer Förderstätte für erwachsene Menschen mit Autismus, einer stationären Wohngruppe für Menschen mit Autismus, einer Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, einer Kindertagesstätte und einem Hort als permanenten Ausweichstandort.

Entwurfskonzept:

Das städtebauliche Konzept gliedert die unterschiedlichen Funktionen der Rummelsberger Diakonie in fünf Einzelhäuser, die zusammen mit der bestehenden Kindertagesstätte ein durchlässiges städtebauliches Ensemble entwickeln.

Die freie Positionierung der Gebäude bewirkt einerseits ein lebendiges Wechselspiel aus Baukörpern und Außenräumen und ermöglicht andererseits eine optimierte Ausnützung des zur Verfügung stehenden Grundstücks.
Eine gemeinsame Materialität entfaltet ein ebenso eigenständiges wie auch prägnantes städtebauliches Bild.

Die innere Organisation mit ihrer ringförmigen Erschließung gewährleistet Übersichtlichkeit und kurze Wege. Innenhöfe und Lufträume schaffen helle, gut belichtete Erschließungszonen und bieten unterschiedliche Blickbeziehungen. Kleine Nischen zu den Innenhöfen schaffen Aufenthaltsbereiche für die Schüler.

Die Fassaden werden als hinterlüftete Konstruktion mit einer vertikalen Struktur aus wetterfesten Holzlamellen vorgeschlagen und gliedern zusammen mit offenen und geschlossenen Flächen das Erscheinungsbild der Gebäude.

Freianlagen:

Das gesamte Gelände wird über eine Rahmeneingrünung eingefasst. Verschiedene Laubbaumarten bilden zusammen mit Waldkiefern eine abwechslungsreiche Mischung, die zu allen Jahreszeiten interessante Aspekte zeigt und vielfältige Freiräume prägt. Ein Solitärbaum akzentuiert mit seiner dunkelroten Blattfärbung (Blutbuche) den offenen Innenhof und definiert das Zentrum der Anlage.

Eine Gliederung der Flächen über unterschiedliche Beläge zusammen mit Möglichkeiten zum Sitzen oder Spielen bieten Orte der Begegnung und Kommunikation. Die befestigten Flächen werden dabei auf das erforderliche Maß reduziert. Mittels Sickerfugenpflaster und Rasenfugenpflaster wird ein Großteil des Oberflächenwassers vor Ort versickert. Diese Ausbildung der befestigten Flächen schaffen zusammen mit den extensiven Dachbegrünungen Retentionsflächen für das Regenwasser. Der Einsatz von Zisternen (für Bewässerung und Grauwasserkreisläufe) reduziert die Abflussmengen zusätzlich erheblich.

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