karlundp, München

Illertal-Gymnasium
2013-2017
Vöhringen-Illerzell

Das Ensemble des bestehenden Illertal-Gymnasiums wird über ein gegliedertes Erscheinungsbild unterschiedlicher Baukörper bestimmt und eine gemeinsame, kräftige Farbgebung akzentuiert.

Der zu sanierende Hauptbau kennzeichnet dabei eine windradähnliche Geometrie aus drei gestaffelten Gebäudetrakten.

Eine zentrale Halle mit einer großzügigen Treppe bildet das zentrale Gelenk der Baustruktur und übernimmt in Verbindung mit der Pausenhalle die wesentliche Verteilerfunktion im Gebäude.

Aufenthaltsflächen sind aufgrund späterer Umbauten knapp bemessen. Eine behindertengerechte Erschließung ist durch unterschiedliche Ebenen und einen fehlenden Aufzug nicht gegeben.

Erweiterung:
Die erforderliche Erweiterung strebt als Weiterentwicklung der bestehenden Baustruktur eine funktionale wie formale Einheit an.
Ein zweigeschossiger Baukörper ergänzt als vierter Flügel das „Windrad“ des bestehenden Schulbaus nach Norden. Gebäudehöhen und Fassadenproportionen werden übernommen und weiterentwickelt.

Erscheinungsbild:
Die Sanierung der bestehenden Fassaden versucht weitestgehend das ursprüngliche Erscheinungsbild zu erhalten. Die Erweiterung orientiert sich am Bestand. Materialität und Farbigkeit werden übernommen und schaffen ein gemeinsames Erscheinungsbild.

Ein Wechselspiel der kleinteiligen Fassadenplatten des Bestandes im Kontrast zu einer großformatigen Verkleidung im Neubau schafft einen Dialog von Alt und Neu und ermöglicht die Ablesbarkeit der Baugeschichte.

Auszug aus einem Schreiben des Landrates Thorsten Freudenberger vom 07.07.2014 zum Projekt:

“Die Erweiterung und Generalsanierung des Illertal-Gymnasiums in Vöhringen-Illerzell ist ein weiterer Baustein im Konzept des Landkreises, optimale Voraussetzungen für Bildung und Erziehung zu schaffen. Gleichzeitig soll weiterhin auf Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Energiesparen gesetzt werden.

Deshalb wird der Erweiterungsbau des Illertal-Gymnasiums im Passivhausstandard verwirklicht und die zu sanierenden Bereiche werden in Anlehnung an das Passivhauskonzept überarbeitet. Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung 2013 werden damit weit übertroffen.”

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