karlundp, München

Neubau einer Wohnanlage für Studierende, Erlangen
Wettbewerb 2013, 1. Preis

Auszug aus dem Erläuterungstext

Städtebauliches Konzept / Entwurfsidee:

Das städtebauliche Konzept gliedert die 400 Wohneinheiten in sechs gleichwertige Häuser unterschiedlicher Höhe und übernimmt damit den fast dörflichen Charakter der bestehenden Anlage. Eine Verdrehung der Baukörper zu den bestehenden Gebäuden bewirkt eine lebendige Verzahnung mit den Bestandsgebäuden und lässt ein vielfältiges Wechselspiel aus Baukörpern und Freiräumen entstehen.

Die flächensparende Bauweise erreicht einen umfangreichen Erhalt des Baumbestandes und unterstütz damit das Wohnen im „Grünen“.

Die lebendige Gestaltung der Fassaden entfaltet ein ebenso eigenständiges wie auch prägnantes städtebauliches Bild und spiegelt die individuelle Nutzung seiner Bewohner.

Die übersichtliche Größe der Einzelgebäude begünstigt das Wohnen in kleinteiligen Gruppen und sorgt für eine familiäre Atmosphäre. Kleine Terrassen auf jeder Ebene schaffen zusätzliche Aufenthaltsbereiche und unterstützten den Austausch unter den Bewohnern.

Die Südorientierung der Gebäude gewährleistet gleichwertige Lichtverhältnisse und eine ausgewogene Wohnqualität. Differenzierte Gebäudehöhen und Verdrehung der Baukörper zueinander bietet dabei größtmögliche Privatheit für die Bewohner.

Ein großzügiger Platz am „Gemeinsamen Haus“ bildet das kommunikative Zentrum für die Bewohner.

Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll:

“Die Arbeit hebt sich durch eine ausgewogene und durchgängig nachvollziehbare Tiefe der Durcharbeitung hervor. Dabei sind die Auslobungsbedingungen in den wesentlichen Punkten berücksichtigt.

Der Entwurf thematisiert das Wohnen im Wald und führt die vorhandene Bebauung mit ihrem dörflichen Charakter auf neue Art fort. Dabei sind 6 würfelförmige Baukörper spielerisch in den Wald platziert. Die dadurch entstehenden Freiräume verzahnen die Neubauten überzeugend mit dem Bestand.
Die Nachverdichtung führt zu einem angemessenen Charakter mit hoher Freiraumqualität.

Auf die sehr unterschiedlichen, städtebaulichen Bezüge zur Erwin-Rommel-Straße, dem Chemikum, dem neuen Parkhaus und den Bestand wird sehr geschickt mit unterschiedlichen Höhenentwicklungen reagiert.

Bezüglich der Verbindung von Technischer und Naturwissenschaftlicher Fakultät, sowie den Bezügen zur Wohnsiedlung am geplanten Verknüpfungspunkt Erwin- Rommel-Straße ist die Platzierung des Gemeinschaftshauses mit einem großzügigen Platz sehr gut gelungen. Die gewünschte städtebauliche
Verbindung erhält dadurch von Anfang an eine prägnante Ausrichtung.”

… “Die Zugangssituation zu den Häusern ist, jeweils von Norden, sehr gut gelöst. Die funktionale Anordnung der Fahrradstellplätze wirkt selbstverständlich und kommunikativ.
Die kompakte Lösung ist insgesamt wirtschaftlich.

Die Anforderungen an Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Ökologie erscheinen auf der Grundlage der dargestellten Maßnahmen realisierbar.”

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